Ocker des Roussillon

Genauso wie Gordes und Baux de Provence, zählt Roussillon zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Nur einige Kilometer von Bélézy entfernt, bietet Ihnen dieses Dorf mit seinen malerischen Gassen und Terrassen einen tollen Ausblick auf die umliegenden, fabenreichen Ockerfelsen.

Ende des letzten Jahrhunderts wurde der Abbau der Ockerfarben eingestellt. Noch heute ist die Stadt jedoch stark von dieser ehemaligen Aktivität geprägt. In den Strassen, auf dem "sentier des ocres" oder dem "Conservatoire des ocres", die Pallette der zahlreichen Farben lässt überall die Vergangenheit dieser  "terre d"exception" durchscheinen.

Offizielle Internetseite Roussilon 

Industrie de l'ocre, de l'apogée au déclin

Ein Bewohner Roussillon's entdeckt 1780 durch Zufall die Farbeigenschaft dieses Bodens, er wird daraufhin der erste  "ocrier" Frankreichs.
 
Nicht viel später wird der Bodenschatz abgebaut um Hausverputz, Kraftpapier, kosmetische Artikel herzustellen, oder auch einigen Käsesorten eine farblich angenehme Schale zu geben. 

1900 existieren im Vaucluse 15 Unternehmen die mehr als 1000 Angestellte zählen und 40.000 Tonnen Ocker produzieren, meistens für den Export.
Im 20 Jahrhundert allerdings erlebt die Ockerindustrie eine starke Reduzierung der Nachfrage, da synthetische, in der Produktion billigere, Färbemittel auf dem Markt erscheinen. Des goldenen Zeitalters hat sich ein Unternehmen in Apt bis heute gehalten.